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Weltnaturerbe
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Welterbe als Verantwortung

Nationalpark als Teil des größten seriellen, transnationalen Weltnaturerbes

Das Welterbekomitee der UNESCO entschied 2011 auf seiner 35. Sitzung in Paris, die "Alten Buchenwälder Deutschlands" in die Liste des Welterbes einzuschreiben. Sie ergänzten das seit 2007 bestehende UNESCO-Weltnaturerbe "Buchenurwälder der Karpaten". Gemeinsam bildeten sie fortan die Stätte "Buchenurwälder der Karpaten und Alte Buchenwälder Deutschlands".

 

Die Welterbeflächen in Deutschland liegen hier:

  • Waldgebiet Grumsin (Brandenburg) im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin — 590 ha, Gründung 1990
  • Nationalpark Jasmund (Mecklenburg-Vorpommern) – 493 ha, Gründung 1990
  • Serrahner Buchenwald im Müritz Nationalpark (Mecklenburg-Vorpommern) – 268 ha, Gründung 1990
  • Nationalpark Hainich (Thüringen)1.573 ha - Gründung 1997
  • Nationalpark Kellerwald-Edersee (Hessen) – 1.467 ha, Gründung 2004

Das Abbild des andauernden ökologischen Prozesses der Wiederausbreitung der Buche nach der letzten Eiszeit und der außergewöhnlichen biologischen Vielfalt der europäischen Buchenwälder in den unterschiedlichen biografischen Regionen sollte weiter vervollständigt werden.

 

Daher beschloss das UNESCO-Welterbe Komitee 2017 in Krakau die bisherige Stätte um 63 zusätzliche Teilgebiete in zehn Ländern zu erweitern.
Zum größten seriellen, transnationalen Weltnaturerbe mit dem Namen "Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas" zählen nun auch die Teilgebiete folgender Länder: Albanien, Belgien, Bulgarien, Italien, Kroatien, Österreich, Rumänien, Slowenien, Spanien und Ukraine.
Die Fläche umfasst insgesamt 92.023 Hektar, wovon rund 30 Prozent in der Ukraine liegen, und ist verteilt auf 78 Teilgebiete in 41 Schutzgebieten in zwölf Ländern.

 
Sommergrüne Laubwälder erstrecken sich fast ausschließlich auf die nördliche Halbkugel. Die Rotbuche (fagus sylvatica) kommt jedoch ausschließlich in Europa vor. Es ist weltweit ein einzigartiger Vorgang, dass die Rotbuche als einzelne Baumart im Zuge eines sogar noch andauernden, ökologischen Prozesses die Wald- und Ökosystembildung weiter Teile eines ganzen Kontinents bestimmt.
 
Diese Dominanz hat sich seit der letzten Eiszeit innerhalb von wenigen Jahrtausenden entwickelt – einer geologisch wie evolutionär gesehen extrem kurzen Zeitspanne. Gegenwärtig zeigt Deutschland  innerhalb Europas insbesondere markant den ungebrochenen Prozess, der diesen Kontinent prägt.

 

http://www.unesco.de/kultur/welterbe/welterbestaetten/welterbe-deutschland/alte-buchenwaelder-deutschlands.html

 



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