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Weltnaturerbe
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Welterbe als Verantwortung

Nationalpark als Teil des größten seriellen, transnationalen Weltnaturerbes

Wir gehören zum größten seriellen, transnationalen UNESCO-Weltnaturerbe weltweit: die „Alten Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas" sind seit dem 28.07.2021 nochmal erweitert worden. Teilstätten in Bosnien und Herzegowina, Frankreich, Nordmazedonien, Polen, Schweiz und Tschechien kamen hinzu und nun besteht das Welterbe aus derzeit 94 Teilstätten in 56 Schutzgebieten in 18 europäischen Ländern. Die Fläche umfasst insgesamt 98.089 Hektar.

 

Historie

Das Gebiet im Nationalpark Kellerwald-Edersee wurde zusammen mit vier anderen in Deutschland vom Welterbekomitee der UNESCO 2011 in Paris als "Alten Buchenwälder Deutschlands" ausgewiesen. Sie ergänzten das seit 2007 bestehende UNESCO-Weltnaturerbe "Buchenurwälder der Karpaten". Gemeinsam bildeten sie fortan die Stätte "Buchenurwälder der Karpaten und Alte Buchenwälder Deutschlands".

 

Die Welterbeflächen in Deutschland liegen hier:

  • Waldgebiet Grumsin (Brandenburg) im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin – 590 ha, Gründung 1990
  • Nationalpark Jasmund (Mecklenburg-Vorpommern) – 493 ha, Gründung 1990
  • Serrahner Buchenwald im Müritz Nationalpark (Mecklenburg-Vorpommern) – 268 ha, Gründung 1990
  • Nationalpark Hainich (Thüringen) – 1.573 ha, Gründung 1997
  • Nationalpark Kellerwald-Edersee (Hessen) – 1.467 ha, Gründung 2004

2017 in Krakau beschloss das UNESCO-Welterbe Komitee die bisherige Stätte um 63 zusätzliche Teilgebiete in zehn Ländern zu erweitern.
Zum größten seriellen, transnationalen Weltnaturerbe mit dem Namen "Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas" zählten dann auch die Teilgebiete folgender Länder: Albanien, Belgien, Bulgarien, Italien, Kroatien, Österreich, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Spanien und Ukraine.
Die Fläche umfasste insgesamt 92.023 Hektar, wovon rund 30 Prozent in der Ukraine liegen, und ist verteilt auf 78 Teilgebiete in 41 Schutzgebieten in zwölf Ländern.

 

Hintergrund

Sommergrüne Laubwälder erstrecken sich fast ausschließlich auf die nördliche Halbkugel. Die Rotbuche (fagus sylvatica) kommt jedoch ausschließlich in Europa vor. Es ist weltweit ein einzigartiger Vorgang, dass die Rotbuche als einzelne Baumart im Zuge eines sogar noch andauernden, ökologischen Prozesses die Wald- und Ökosystembildung weiter Teile eines ganzen Kontinents bestimmt.

Diese Dominanz hat sich seit der letzten Eiszeit innerhalb von wenigen Jahrtausenden entwickelt – einer geologisch wie evolutionär gesehen extrem kurzen Zeitspanne. Gegenwärtig zeigt Deutschland innerhalb Europas insbesondere markant den ungebrochenen Prozess, der diesen Kontinent prägt.

 

http://www.unesco.de/kultur/welterbe/welterbestaetten/welterbe-deutschland/alte-buchenwaelder-deutschlands.html

 



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